GerNe Digital! – Geriatrisches Netz DigitalDortmunds sektorenübergreifende Versorgung mit Tranzparenz und Patientensicherheit in der geriatrischen Pflege“

Eine adäquate geriatrische Behandlung erfordert ein Zusammenspiel aller beteiligten Akteure am Versorgungsprozess. Somit müssen verschiedene Professionen aus verschiedenen Einrichtungen, die ihrerseits wiederum in den verschiedenen Sektoren agieren, mit einander kooperieren. Aber auch die Patientin oder der Patient bzw. seine Angehörigen müssen aktiv eingebunden werden. Dies gelingt derzeit nur bedingt und genau hier setzt GerNe Digital! an.

Entsprechend der Trennung von ambulanter und stationärer Versorgung sowie dem häuslichen Bereich verläuft die Begleitung im Gesundheitswesen immer noch getrennt voneinander organisiert und verwaltet. Daraufhin kommt es zu Versorgungsbrüchen, wodurch ein unkoordiniertes Nebeneinander von Therapien mit der Folge von Über-, Unter- oder Fehlversorgung entstehen kann.

Benötigt wird ein Mechanismus, bei dem die Überleitung von einem Versorgungskontext in den nächsten alle relevanten Informationen zur nahtlosen Fortsetzung der auf die individuellen Bedarfe zugeschnittenen Versorgung bereitgestellt werden. Hierfür wird in GerNe Digital! eine elektronische Fallakte zur digital unterstützten Kommunikation zur Verfügung gestellt. Für die darüber hinausgehende Einbindung von Patienten und Angehörigen wird über die PiQ Pflegeakte ein System zur Unterstützung im häuslichen Bereich eingebunden.

Beide Systeme werden in GerNe Digital! integriert. Ihre Umsetzung wird in geriatrischen Versorgungsszenarien im Raum Dortmund erprobt.

Projektsteckbrief

Das Projekt wird gefördert durch die Landesregierung NRW im Rahmen des europäischen Fonds für regionale Entwicklung und EFRE.NRW.

Die technischen Grundkomponenten

Es existieren derzeit zwei unabhängig voneinander agierende Konzepte: Auf der einen Seite gibt es Initiativen in Richtung einer medizinisch orientierten, leistungserbringerführten Akte und auf der anderen Seite stehen Projekte rund um die Digitalisierung der Pflege unter Einbeziehung der häuslichen Situation. Zum bisherigen Stand der Technik lassen diese Konzepte keinen Austausch von Informationen unter den beiden Akteursgruppen zu. 

Durch eine Verknüpfung der beiden Welten wird eine nahtlose, am Patienten und seinen Bedarfen ausgerichtete Informations- und Prozesskette angestrebt, die zu einer deutlichen Verbesserung des geriatrischen Versorgungsprozesses führen und somit die Lebensqualität der älteren Patientinnen und Patienten steigern wird.